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	<title>INFOAMAZONAS &#187; Bagua</title>
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	<description>Ganz Peru, eine Seite.  Nachrichten, Kommentare und Analysen aus &#38; um Peru, Amazonas und Chachapoyas</description>
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		<title>Peru: Landwirte der Region Amazonas steigern Produktion</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 13:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Landwirte der nordperuanischen Region Amazonas haben ihre Produktion von Lebensmitteln in den vergangenen Monaten stark steigern können. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region hervor, der gestern vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) herausgegeben wurde. So lag beispielsweise die die Maisproduktion im Februar 2012 30% über dem Vorjahreszeitraum. Auch die Reisernte lief offenbar gut, mit 14.947 Tonnen im Februar 2012 lagen die Reisbauern 12,3% über dem Vorjahreswert. Dazu, so das INEI, trug neben dem für den Reisanbau günstigen Klima, vor allem auch die voranschreitende Technifizierung der regionalen Landwirtschaft bei. Während die Mango-, Avokado- und Kartoffelproduktion Einbußen verkraften musste, konnte auch die Kakaoproduktion um rund 20% gesteigert werden. Die produzierte Yuca (Maniok)-Menge lag im Februar fast identisch erneut bei rund 10.500 Tonnen. Auch bei den tierischen Produkten ließ sich ein Anstieg feststellen. So stieg die Milchproduktion auf 6.436 Tonnen, ein Anstieg von 12,8% im Vergleich zum Februar 2011. Die Produktion von Schweinefleisch stieg dagegen um 22,8%, die von Schafsfleisch um 16,6% und die von Ziegenfleisch um 9,7%. Lediglich die Zucht von Hühnern und anderem Geflügel ging um mehr als 20% zurück. Die insgesamt gute Lage der bis heute sehr durch vorwiegend kleine, teilweise aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/04/steueraufkommen-in-der-region-amazonas-peru-bild-infoamazonas-daten-sunat.jpg"><img class="alignright  wp-image-7043" title="Steueraufkommen in der Region Amazonas 2004-2010. Bild: INFOAMAZONAS." src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/04/steueraufkommen-in-der-region-amazonas-peru-bild-infoamazonas-daten-sunat.jpg" alt="Steueraufkommen in der Region Amazonas 2004-2010. Bild: INFOAMAZONAS." width="348" height="251" /></a>Die Landwirte der nordperuanischen Region Amazonas haben ihre Produktion von Lebensmitteln in den vergangenen Monaten stark steigern können. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region hervor, der gestern vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) herausgegeben wurde. So lag beispielsweise die die Maisproduktion im Februar 2012 30% über dem Vorjahreszeitraum. Auch die Reisernte lief offenbar gut, mit 14.947 Tonnen im Februar 2012 lagen die Reisbauern 12,3% über dem Vorjahreswert. Dazu, so das INEI, trug neben dem für den Reisanbau günstigen Klima, vor allem auch die voranschreitende Technifizierung der regionalen Landwirtschaft bei.</p>
<p>Während die Mango-, Avokado- und Kartoffelproduktion Einbußen verkraften musste, konnte auch die Kakaoproduktion um rund 20% gesteigert werden. Die produzierte Yuca (Maniok)-Menge lag im Februar fast identisch erneut bei rund 10.500 Tonnen.</p>
<p>Auch bei den tierischen Produkten ließ sich ein Anstieg feststellen. So stieg die Milchproduktion auf 6.436 Tonnen, ein Anstieg von 12,8% im Vergleich zum Februar 2011. Die Produktion von Schweinefleisch stieg dagegen um 22,8%, die von Schafsfleisch um 16,6% und die von Ziegenfleisch um 9,7%. Lediglich die Zucht von Hühnern und anderem Geflügel ging um mehr als 20% zurück.</p>
<p>Die insgesamt gute Lage der bis heute sehr durch vorwiegend kleine, teilweise aber auch durch Großunternehmen betriebene Landwirtschaft geprägten Region schlug sich auch im Steueraufkommen nieder: Nach Angaben der peruanischen Steuerbehörde SUNAT lagen die Steuereinnahmen in der Region Amazonas bei 1.399.000 Nuevos Soles und damit 3,1% höher als noch im Februar des Vorjahres. Das bestätigt einen langfristigen Trend: Seit 2004 ist ein stetiger Anstieg des Steueraufkommens in der Region Amazonas zu verzeichnen. Konnte die SUNAT im gesamten Jahr 2004 noch 7,8 Millionen Nuevos Soles an Steuern einnehmen, waren es 2010 bereits 23,8 Millionen. Und das, obwohl bis heute in der Region keine Mehrwertsteuer erhoben wird.<br />
<img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/c3be80d6d53b44cc8230f2e5812e1d61" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><a href="http://www.infoamazonas.de/peru-in-zahlen-und-statistiken"><img class="alignright  wp-image-7083" title="Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial. Serie." src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/04/serie-zahlen-und-statistiken.jpg" alt="Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial." width="99" height="99" /></a>Dieser Beitrag ist Teil des <a title="Peru in Zahlen und Statistiken" href="http://www.infoamazonas.de/peru-in-zahlen-und-statistiken">INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken</a>. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.<br />
</p>
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		<title>Wegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:03:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruansichen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho &#8211; Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war. Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6533" class="wp-caption alignright" style="width: 326px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/02/lluvias_2012.jpg"><img class=" wp-image-6533" title="Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/02/lluvias_2012.jpg" alt="Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará" width="316" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará. Foto: COER Amazonas</p></div>
<p>Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruansichen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho &#8211; Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war.</p>
<div id="attachment_6436" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/01/fernando-belaunde-terry-strasse-el-salao-jamalca-utcubamba-foto-diario-ahora.jpg"><img class=" wp-image-6436" title="Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora." src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2012/01/fernando-belaunde-terry-strasse-el-salao-jamalca-utcubamba-foto-diario-ahora.jpg" alt="Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora." width="195" height="121" /></a><p class="wp-caption-text">Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.</p></div>
<p>Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca (Provinz Chachapoyas) stürzten mehrere Häuser ein, über 50 Meerschweinchen und ein dutzend Schweine verendeten in den Wassermassen. Im nahegelegenen Yerba Buena (ebenfalls La Jalca / Provinz Chachapoyas) trat der Utcubamba über die Ufer und überflutete mehrere Wohnhäuser. Auch in Cajaruro (Provinz Utcubamba) stürzten bislang vier Häuser ein. In Churuja (Provinz Bongará) wurden mehrere Häuser überschwemmt, die örtlichen Hochwasserschutzmauern wurden teilweise zerstört. Zudem hat sich nach Angaben des Zivilschutzes im Flussbett eine große Menge Kies angesammelt, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen erhöht. Ähnliche Meldungen kommen aus allen Teilen der Region.</p>
<p>Die Regionalregierung Amazonas verfügte nun, dass alle ihrer Mitarbeiter auch am Valentinstag, der in diesem Jahr peruweit eigentlich ein freier Feiertag ist, bereit stehen müssen.</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/e72b8e71a2124089bfd158036b4bdcee" width="1" height="1" alt=""/><br />
</p>
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		<title>Bagua Chica / Amazonas: Gesundheitsbehörde bestätigt Dengue-Infektionen</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 09:34:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der nordperuanischen Stadt Bagua (Provinz Bagua, Region Amazonas) hat das örtliche Krankenhaus &#8220;Heroes del Cenepa&#8221; drei Dengue-Fälle bestätigt. Nach Angaben von Willy Soberón, Direktor des Gesundheitsnetzwerks der Provinz, wurden die infizierten Patienten inzwischen nach Chiclayo verlegt, um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. Wie Radio Horizonte berichtet, ist unter den Infizierten ist auch ein 33jähriger Medizintechniker. Die Gesundheitsbehörden begannen deshalb, in den Gesundheitsposten der Provinz verstärkt Insektenvernichtungsmittel zu versprühen. Das Dengue-Virus wird durch verschiedene Stechmückenarten übertragen. Die Symptome ähneln häufig zunächst denen einer schweren Grippe-Erkrankung und umfassen häufig auch innerer Blutungen. Bei den Fällen, die nun in Bagua festgestellt wurden, handelt es sich um ein sogenanntes Dengue-Hämorrhagisches Fieber (DHF), einem besonders schweren Verlauf der Erkrankung. Insbesondere für Kinder kann DHF tödlich sein. Ähnliche ArtikelDengue-Notstand in Teilen Loretos und San MartínComputertomograph im Hospital Chachapoyas nimmt Arbeit aufWegen Dengue-Ausbruch: Peruanisches Gesundheitssystem in AlarmbereitschaftPeru: Kredite nur noch für KrankenversichertePeru: 409 Tote bei Kältewelle Los Olivos / Lima: Lungenmaschinen-Patient stirbt bei StromausfallTarapoto / San Martín: Erste zentrale Blutbank Perus eingeweihtPeru offiziell BSE-frei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der nordperuanischen Stadt Bagua (Provinz Bagua, Region Amazonas) hat das örtliche Krankenhaus &#8220;Heroes del Cenepa&#8221; drei Dengue-Fälle bestätigt. Nach Angaben von Willy Soberón, Direktor des Gesundheitsnetzwerks der Provinz, wurden die infizierten Patienten inzwischen nach Chiclayo verlegt, um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. Wie Radio Horizonte berichtet, ist unter den Infizierten ist auch ein 33jähriger Medizintechniker. Die Gesundheitsbehörden begannen deshalb, in den Gesundheitsposten der Provinz verstärkt Insektenvernichtungsmittel zu versprühen.</p>
<p>Das Dengue-Virus wird durch verschiedene Stechmückenarten übertragen. Die Symptome ähneln häufig zunächst denen einer schweren Grippe-Erkrankung und umfassen häufig auch innerer Blutungen. Bei den Fällen, die nun in Bagua festgestellt wurden, handelt es sich um ein sogenanntes Dengue-Hämorrhagisches Fieber (DHF), einem besonders schweren Verlauf der Erkrankung. Insbesondere für Kinder kann DHF tödlich sein.<br />
</p>
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		<title>Präsident Humala unterzeichnet Indígena-Konsultationsgesetz in Imacita (Bagua)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 15:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat heute in der nordperuanischen Stadt Imacita (bei Bagua) das Indígena-Konsultationsgesetz unterzeichnet. Der Ort wurde ausgewählt, weil ganz in der Nähe im Jahr 2009 bei der Räumung einer Straßenblockade von Indigenen mehr als 30 Indígena, Mestizen und Polizisten getötet wurden (&#8220;Baguazo&#8221;). Das Konsultationsgesetz, mit dem das Übereinkommen 169 der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt wird, verpflichtet staatliche Stellen dazu, Stellungnahmen der &#8220;ursprünglichen&#8221; und &#8220;indigenen&#8221; Bevölkerung Perus zu Vorhaben einzuholen, von denen diese betroffen sein könnten. Hätte es ein solches Gesetz bereits 2009 gegeben, wäre die Straßenblockade gegen mehrere Gesetzespakete und Regierungsdekrete, von denen sich die Indigenen betroffen sahen, möglicherweise nicht zu einem so drastischen Ende gekommen. Unterzeichnet wurde das Übereinkommen 169 ILO bereits in den 90er Jahren. Umgesetzt wurde es bislang nicht, lediglich das peruanische Energie- und Bergbauministerium hatte &#8211; nach dem Scheitern eines Konsultationsgesetzes im vergangenen Jahr &#8211; für seinen Sektor ein eigenes Konsultationsreglement beschlossen. http://www.youtube.com/watch?v=rmnAhCm0sH8 Ähnliche ArtikelRegion Amazonas prüft Einführung von regionalem Indígena-KonsultationsverfahrenUtcubamba / Amazonas: Spannungen vor &#8220;Baguazo&#8221;-Jahrestag&#8220;Baguazo&#8221;: Getötete Polizisten werden zu Nationalhelden ernanntMinderheitsbericht der Bagua-Kommission: Innenministerin Cabanillas trägt Mitschuld an Zusammenstößen&#34;Baguazo&#34;-Untersuchungsbericht präsentiertBagua-Untersuchungsbericht: Noch nicht veröffentlicht, aber schon scharf kritisiertDialog Regierung-Indígena: schleppend, aber vorhandenBagua: Justiz rekonstruiert Zusammenstöße / offiziell weiterhin 33 Tote]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der peruanische Präsident Ollanta Humala hat heute in der nordperuanischen Stadt Imacita (bei Bagua) das Indígena-Konsultationsgesetz unterzeichnet. Der Ort wurde ausgewählt, weil ganz in der Nähe im Jahr 2009 bei der Räumung einer Straßenblockade von Indigenen mehr als 30 Indígena, Mestizen und Polizisten getötet wurden (&#8220;Baguazo&#8221;). Das Konsultationsgesetz, mit dem das Übereinkommen 169 der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt wird, verpflichtet staatliche Stellen dazu, Stellungnahmen der &#8220;ursprünglichen&#8221; und &#8220;indigenen&#8221; Bevölkerung Perus zu Vorhaben einzuholen, von denen diese betroffen sein könnten. Hätte es ein solches Gesetz bereits 2009 gegeben, wäre die Straßenblockade gegen mehrere Gesetzespakete und Regierungsdekrete, von denen sich die Indigenen betroffen sahen, möglicherweise nicht zu einem so drastischen Ende gekommen.</p>
<p>Unterzeichnet wurde das Übereinkommen 169 ILO bereits in den 90er Jahren. Umgesetzt wurde es bislang nicht, lediglich das peruanische Energie- und Bergbauministerium hatte &#8211; nach dem Scheitern eines Konsultationsgesetzes im vergangenen Jahr &#8211; für seinen Sektor ein eigenes Konsultationsreglement beschlossen.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rmnAhCm0sH8">http://www.youtube.com/watch?v=rmnAhCm0sH8</a></p>

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		<title>Bagua Grande / Amazonas: Staatsanwaltschaft prüft Hinweise auf Indígena-Massengrab</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 21:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Berichten von Einwohnern des Dorfes El Valor-Cruce Cayaltí (Distrikt El Milagro) über Massengräber mit weiteren Toten der als &#8220;Baguazo&#8221; bekannten Zusammenstöße  zwischen Indígena und der Polizei am 5. Juni 2009 hat die Staatsanwaltschaft der Provinz Utcubamba die Ermittlungen aufgenommen. Bereits seit gestern sind bei &#8220;El Torito&#8221; ein Anthropologe und ein Gerichtsmediziner im Einsatz, um die Grabungen an den von der lokalen Bevölkerung erwähnten Orten zu leiten. Die ersten beiden Grabungen verliefen allerdings, wie Staatsanwältin Karina Fuentes Torres gegenüber Radio &#8220;La Voz&#8221; aus Bagua Grande erklärte, weitgehend erfolglos. Man habe mehr als zwei Meter tief gegraben, es seien aber keine menschlichen Überreste oder anderen Spuren gefunden worden, so Fuentes Torres weiter. Heute und Morgen sollen die Ausgrabungen fortgesetzt werden. Bereits kurz nach dem 5. Juni 2009 hatte es Spekulationen über weitere Todesopfer &#8211; 35 tote Indígena und Polizisten sind bislang offiziell registriert &#8211; gegeben, konkrete Beweise dafür gab es aber bislang nicht. Die Befragung hunderter kleiner Ortschaften im Norden der Region Amazonas durch die peruanische Volksanwaltschaft brachte ebenfalls keine Hinweise auf weitere Vermisste. Einzig von einem Polizisten fehlt seitdem jede Spur. Die nun eingeleiteten Ermittlungen gehen auf Aussagen mehrerer Kleinbauern des 208-Einwohner-Dorfes Cruce Cayaltí zurück. Was genau die Kleinbauern ausgesagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Berichten von Einwohnern des Dorfes El Valor-Cruce Cayaltí (Distrikt El Milagro) über Massengräber mit weiteren Toten der als &#8220;Baguazo&#8221; bekannten Zusammenstöße  zwischen Indígena und der Polizei am 5. Juni 2009 hat die Staatsanwaltschaft der Provinz Utcubamba die Ermittlungen aufgenommen. Bereits seit gestern sind bei &#8220;El Torito&#8221; ein Anthropologe und ein Gerichtsmediziner im Einsatz, um die Grabungen an den von der lokalen Bevölkerung erwähnten Orten zu leiten. Die ersten beiden Grabungen verliefen allerdings, wie Staatsanwältin Karina Fuentes Torres gegenüber Radio &#8220;La Voz&#8221; aus Bagua Grande erklärte, weitgehend erfolglos. Man habe mehr als zwei Meter tief gegraben, es seien aber keine menschlichen Überreste oder anderen Spuren gefunden worden, so Fuentes Torres weiter. Heute und Morgen sollen die Ausgrabungen fortgesetzt werden.</p>
<p>Bereits kurz nach dem 5. Juni 2009 hatte es Spekulationen über weitere Todesopfer &#8211; 35 tote Indígena und Polizisten sind bislang offiziell registriert &#8211; gegeben, konkrete Beweise dafür gab es aber bislang nicht. Die Befragung hunderter kleiner Ortschaften im Norden der Region Amazonas durch die peruanische Volksanwaltschaft brachte ebenfalls keine Hinweise auf weitere Vermisste. Einzig von einem Polizisten fehlt seitdem jede Spur. Die nun eingeleiteten Ermittlungen gehen auf Aussagen mehrerer Kleinbauern des 208-Einwohner-Dorfes Cruce Cayaltí zurück. Was genau die Kleinbauern ausgesagt haben, wollte die Staatsanwaltschaft Utcubamba gegenüber INFOAMAZONAS unter Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren nicht preisgeben.</p>
<p>In den Wochen vor dem 5. Juni 2009 hatten Indígena und Sympathisanten zwischen Bagua Grande und Corral Quemado (&#8220;Siempre Viva&#8221;) eine Fernstraße blockiert, um gegen eine Reihe von Gesetzesdekreten zu protestieren, durch die sie ihre rechtliche Position gegenüber Holz-, Agrar- und Bergbaukonzernen geschwächt sahen. Die Verhandlungen mit der örtlichen Polizei waren dabei schon weit fortgeschritten, als Spezialeinheiten der Nationalpolizei mit einer improvisierten versuchten, die Fernstraße zu räumen. Dabei, sowie bei einer anschließenden Racheaktion einer anderen Indígena-Gruppe, die ebenfalls im Protest in einer nahegelegenen Ölpumpstation Polizisten als Geiseln genommen hatte, wurden mehr als 30 Menschen getötet.<br />
</p>
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		<title>Gesundheitsdirektion Amazonas startet Tollwut-Impfkampagne</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 16:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Schutz gegen die Ausbreitung der Tollwut durch Fledermausbisse hat die Gesundheitsdirektion der peruanischen Region Amazonas eine Impf- und Aufklärungskampagne gestartet. Insbesondere die Bewohner der Provinz Condorcanqui werden häufig von Fledermausplagen heimgesucht, weswegen sie im Mittelpunkt der Aktion stehen werden. Neben der Impfung wird auch ein Schüler-Malwettbewerb zu den Themen &#8220;Fledermäuse&#8221; und &#8220;Tollwut&#8221; durchgeführt, um Kinder und jugendliche zu sensibilisieren. Für Erwachsene gab es mehrere Informationsveranstaltungen in Río Santiago, Cenepa und Santa María de Nieva. Insgesamt sollen im Rahmen der Kampagne 20.000 Personen gegen die Tollwut geimpft werden. Jedes Jahr sterben in den Provinzen Bagua und Condorcanqui mehrere Personen an Tollwut, die hier vorwiegend durch blutsaugende Fledermäuse übertragen wird. Ähnliche ArtikelBagua / Amazonas: Sieben Tote mit Tollwut-VerdachtCondorcanqui / Amazonas: 7 tote Kinder nach Fledermausplage &#8211; vermutlich TollwutLoreto: Tollwut-Alarm nach FledermausplageCampingtipps von Perus GesundheitsbehördenFledermausplage in Condorcanqui: Weiteres Kind stirbt an TollwutVampirfledermausplage in Nordamazonas]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1997" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/01/fledermaus_tollwut_condorcanqui_kingkis-foto_DIRESA.jpg"><img class="size-full wp-image-1997" title="In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/01/fledermaus_tollwut_condorcanqui_kingkis-foto_DIRESA.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA</p></div>
<p>Zum Schutz gegen die Ausbreitung der Tollwut durch Fledermausbisse hat die Gesundheitsdirektion der peruanischen Region Amazonas eine Impf- und Aufklärungskampagne gestartet. Insbesondere die Bewohner der Provinz Condorcanqui werden häufig von Fledermausplagen heimgesucht, weswegen sie im Mittelpunkt der Aktion stehen werden. Neben der Impfung wird auch ein Schüler-Malwettbewerb zu den Themen &#8220;Fledermäuse&#8221; und &#8220;Tollwut&#8221; durchgeführt, um Kinder und jugendliche zu sensibilisieren. Für Erwachsene gab es mehrere Informationsveranstaltungen in Río Santiago, Cenepa und Santa María de Nieva.</p>
<p>Insgesamt sollen im Rahmen der Kampagne 20.000 Personen gegen die Tollwut geimpft werden. Jedes Jahr sterben in den Provinzen Bagua und Condorcanqui mehrere Personen an Tollwut, die hier vorwiegend durch blutsaugende Fledermäuse übertragen wird.<br />
</p>
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		<title>Alan García verspricht Asphaltierung der Route Achamaqui-Leymebamba-Balsas</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 08:09:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei seinem Besuch in der historischen Bergfestung Kuélap verkündete der peruanische Präsident Alan García, seine Regierung stelle 180 Millionen Nuevos Soles für die Asphaltierung der Straße Cruce Achamaqui-Leymebamba-Balsas bereit, die die Regionalhauptstadt Chachapoyas mit der Nachbarregion Cajamarca verbindet. Während seinem eineinhalbstündigen Besuch in Kuélap versprach García auch den Neubau des Santiago Apóstol-Krankenhauses in Bagua Grande, die Verbesserung des Wasser- und Abwassersystems in Bagua, sowie weitere Mittel für die Restaurierung von Kuélap. Begleitet wurde der Präsident von allen amtierenden Ministerinnen und Ministern. Von der Asphaltierung der Straße würden auch Besucher und Anwohner von Kuélap profitieren, da ein Teil der Strecke nach Kuélap auf  dieser Strecke zurückgelegt wird. Ähnliche ArtikelWegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnittenChachapoyas / Amazonas: Erdrutsch verschüttert Straße nach BalsasMINCETUR: 38 Millionen US$ für Kuelap und Gocta&#34;Chachapoya-Wanderweg&#34; beschlossene SacheAmazonas / Cajamarca: Umweltverträglichkeitsprüfung des Marañón-Wasserkraft-Projektes Chadin 2 vorgestelltKuélap-Konservationsprojekt geht in die siebte RundeAmazonas: Bürgermeister am oberen Utcubamba gründen ZweckverbandKuélap: Archäologen öffnen vermutliches Herrscher-Grab]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei seinem Besuch in der historischen Bergfestung Kuélap verkündete der peruanische Präsident Alan García, seine Regierung stelle 180 Millionen Nuevos Soles für die Asphaltierung der Straße Cruce Achamaqui-Leymebamba-Balsas bereit, die die Regionalhauptstadt Chachapoyas mit der Nachbarregion Cajamarca verbindet. Während seinem eineinhalbstündigen Besuch in Kuélap versprach García auch den Neubau des Santiago Apóstol-Krankenhauses in Bagua Grande, die Verbesserung des Wasser- und Abwassersystems in Bagua, sowie weitere Mittel für die Restaurierung von Kuélap. Begleitet wurde der Präsident von allen amtierenden Ministerinnen und Ministern.</p>
<p>Von der Asphaltierung der Straße würden auch Besucher und Anwohner von Kuélap profitieren, da ein Teil der Strecke nach Kuélap auf  dieser Strecke zurückgelegt wird.<br />
</p>
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		<title>Nach Einigung im Bergbau-Streit: Aymaras heben Streik auf</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 15:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach ihrer Einigung mit der peruanischen Regierung haben Bewohnerinnen und Bewohner &#8211; insbesondere Aymara &#8211; im Süden der südperuanischen Region Puno nach mehreren Wochen ihre Proteste beendet. Am vergangenen Freitag hatten Abgesandte der Demonstranten durch Verhandlungen mit Regierungsvertretern die Rücknahme eines Regierungsdekretes erreicht, das einem kanadischen Unternehmen den Bergbau in einer Region gestattete, in der in der Vergangenheit durch wilden Bergbau ökologische Schäden angerichtet worden waren. Dies war eine der Hauptforderungen gewesen. Die entsprechende Verordnung wurde noch am Samstag im peruanischen Gesetzblatt veröffentlicht. Daneben wollten sie durchsetzen, dass im Süden der Region Puno keine  Bergbaukonzessionen mehr vergeben werden. Mit dieser Forderung waren sie zwar nicht erfolgreich, allerdings versprach das Energie- und Bergbauministerium künftig vor der Vergabe von Förderlizenzen vor Ort ein Konsultationsverfahren durchzuführen. Überschattet wurden die Verhandlungen von schweren Zusammenstößen in und um Juliaca (Puno). Dort war der örtliche Flughafen besetzt worden. Mehrere Fahrzeuge, Flugsicherheitseinrichtungen und Büros wurden zerstört und angezündet. Beim Versuch der Polizei, den Flughafen mit Tränengas und Warnschüssen zu räumen, wurden mindestens fünf Personen getötet. &#8220;Juliacazo&#8221; &#8211; blutiges Erbe der García-Regierung? Die peruanische Tageszeitung &#8220;Peru21&#8243; betitelte die Vorgänge bereits am Samstag als &#8220;Juliacazo&#8221; und stellte sie damit in eine Reihe mit anderen ähnlichen Situationen der Regierung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach ihrer Einigung mit der peruanischen Regierung haben Bewohnerinnen und Bewohner &#8211; insbesondere Aymara &#8211; im Süden der südperuanischen Region Puno nach mehreren Wochen ihre Proteste beendet. Am vergangenen Freitag hatten Abgesandte der Demonstranten durch Verhandlungen mit Regierungsvertretern die Rücknahme eines Regierungsdekretes erreicht, das einem kanadischen Unternehmen den Bergbau in einer Region gestattete, in der in der Vergangenheit durch wilden Bergbau ökologische Schäden angerichtet worden waren. Dies war eine der Hauptforderungen gewesen. Die entsprechende Verordnung wurde noch am Samstag im peruanischen Gesetzblatt veröffentlicht. Daneben wollten sie durchsetzen, dass im Süden der Region Puno keine  Bergbaukonzessionen mehr vergeben werden. Mit dieser Forderung waren sie zwar nicht erfolgreich, allerdings versprach das Energie- und Bergbauministerium künftig vor der Vergabe von Förderlizenzen vor Ort ein Konsultationsverfahren durchzuführen.</p>
<p>Überschattet wurden die Verhandlungen von schweren Zusammenstößen in und um Juliaca (Puno). Dort war der örtliche Flughafen besetzt worden. Mehrere Fahrzeuge, Flugsicherheitseinrichtungen und Büros wurden zerstört und angezündet. Beim Versuch der Polizei, den Flughafen mit Tränengas und Warnschüssen zu räumen, wurden mindestens fünf Personen getötet.</p>
<p><strong>&#8220;Juliacazo&#8221; &#8211; blutiges Erbe der García-Regierung?</strong></p>
<p>Die peruanische Tageszeitung &#8220;Peru21&#8243; betitelte die Vorgänge bereits am Samstag als &#8220;Juliacazo&#8221; und stellte sie damit in eine Reihe mit anderen ähnlichen Situationen der Regierung des peruanischen noch-Präsidenten Alan García, insbesondere dem &#8220;Baguazo&#8221;. Damals kamen bei der gewaltsamen Räumung einer Straßenblockade indigener, die gegen ein Regierungsdekret demonstrierten, mehr als 30 Menschen ums Leben. Die Parallelen sind unübersehbar: Die peruanische Regierung versuchte in beiden Fällen, per Dekret das Parlament zu umgehen und traf Beschlüsse, die die lokale, indigene Bevölkerung direkt betrafen. Der Dialog wurde erst spät gesucht und als er dann gesucht wurde, war es nicht nur viel zu spät, sondern auch unklar, wer denn eigentlich die legitime Ansprechpartner sind. Diese Versäumnisse, die dann manchmal &#8211; das war in Bagua so und aus Puno wird ähnliches gemunkelt &#8211; von lokalen, bis dahin weitgehend unbekannten Anführern, Fernseh- oder Radiosprechern genutzt wurden, um bekannt zu werden, in dem sie zu schärferen Protesten aufstacheln, führten auch jetzt wieder dazu, dass eine improvisierte Polizeiaktion zur Räumung der blockierten Infrasturktureinrichtung angeordnet wurde, die im Chaos mit Toten und Verletzten endete. Wie auch in Bagua vermutet Präsident García dahinter dann &#8220;dunkle Kräfte&#8221;, wie in Bagua steckt darin möglicherweise ein Körnchen Wahrheit, mehr aber auch nicht. Und noch eine Parallele haben der Baguazo und der Juliacazo: Hört man zum Thema zunächst die Lokalnachrichten aus Puno und dann die Nachrichten aus Lima, denkt man, es würde über unterschiedliche Ereignisse berichtet.</p>
<p>Der gewählte Präsident Ollanta Humala wird sich gut überlegen müssen, wie soziale Konflikte künftig friedlich gelöst werden können. Und die außerparlamentarische Opposition Perus muss sich gut überlegen, ob sich ihre Ziele nicht auch weniger radikal erreichen lassen.<br />
</p>
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		<title>Region Amazonas prüft Einführung von regionalem Indígena-Konsultationsverfahren</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 19:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
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		<category><![CDATA[Übereinkommen 169 ILO]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ein entsprechendes Gesetz an Perus Präsident García, sowie dem fehlenden Willen des Parlaments gescheitert war, prüft die Regierung der nordostperuanischen Region Amazonas nun die Einführung eines eigenen, regionalen Indígena-Konsultationsverfahrens. Damit soll auf regionaler Ebene nicht nur das von Peru ratifizierte Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt, sondern auch möglichen neuen sozialen Konflikten vorgebeugt werden. Das Übereinkommen 169 der ILO sieht vor, dass Ureinwohner um ihre Stellungnahme zu Gesetzen gebeten werden müssen, deren Wirkung sie betreffen könnte (&#8220;Konsultationsverfahren&#8221;). Ein entsprechender Konsultationsmechanismus könnte nun, wenn der Regionalrat zustimmt, per Regionalverordnung zumindest für die Region Amazonas in Kraft treten. Gleichzeitig rief auch der gewählte Kongressabgeordnete der Region Eduardo Nayap Kinin bei einem Besuch in Chachapoyas seine noch aktiven Vorgänger auf, sich im peruanischen Kongress weiter für die Durchsetzung eines landesweiten Konsultationsgesetzes einzusetzen. Der Aufruf erfolgte im Hinblick auf den zweiten Jahrestag des &#8220;Baguazo&#8221;, der blutigen Zusammenstöße zwischen Indígena, lokaler Bevölkerung und der Polizei im Umkreis der Stadt Bagua Grande am 5. Juni 2009. Damals hatten dort tausende Indígena zum Protest gegen ein gesetzgebendes Dekret zur Umwidmung von Land und zur Neuregelung der Forstwirtschaft, das sie betraf und über das sie nie Konsultiert worden waren, eine Straße und eine Erdölpumpstation besetzt. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ein entsprechendes Gesetz an Perus Präsident García, sowie dem fehlenden Willen des Parlaments gescheitert war, prüft die Regierung der nordostperuanischen Region Amazonas nun die Einführung eines eigenen, regionalen Indígena-Konsultationsverfahrens. Damit soll auf regionaler Ebene nicht nur das von Peru ratifizierte Übereinkommen 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt, sondern auch möglichen neuen sozialen Konflikten vorgebeugt werden. Das Übereinkommen 169 der ILO sieht vor, dass Ureinwohner um ihre  Stellungnahme zu Gesetzen gebeten werden müssen, deren Wirkung sie betreffen könnte (&#8220;Konsultationsverfahren&#8221;). Ein entsprechender Konsultationsmechanismus könnte nun, wenn der Regionalrat zustimmt, per Regionalverordnung zumindest für die Region Amazonas in Kraft treten.</p>
<p>Gleichzeitig rief auch der gewählte Kongressabgeordnete der Region Eduardo Nayap Kinin bei einem Besuch in Chachapoyas seine noch aktiven Vorgänger auf, sich im peruanischen Kongress weiter für die Durchsetzung eines landesweiten Konsultationsgesetzes einzusetzen. Der Aufruf erfolgte im Hinblick auf den zweiten Jahrestag des &#8220;Baguazo&#8221;, der blutigen Zusammenstöße zwischen Indígena, lokaler Bevölkerung und der Polizei im Umkreis der Stadt Bagua Grande am 5. Juni 2009. Damals hatten dort tausende Indígena zum Protest gegen ein gesetzgebendes Dekret zur Umwidmung von Land und zur Neuregelung der Forstwirtschaft, das sie betraf und über das sie nie Konsultiert worden waren, eine Straße und eine Erdölpumpstation besetzt. Als die Polizei gewaltsam versuchte, die Protestierenden zu zerstreuen, kam es auf beiden Seiten zu Gewalttaten, bei denen mehr als 30 Menschen getötet wurden.<br />
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		<title>Imaza / Amazonas: Boot versinkt im Marañón / drei Personen vermisst</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 08:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Havarie eines mit 17 Passagieren besetzten Bootes im Marañón werden noch immer drei Personen vermisst. Wie ein Korrespondent von Radio Activa berichtet, war das Boot bei Imacita (Distrikt Imaza / Provinz Bagua / Region Amazonas) auf einen Felsen aufgelaufen und zerschellt. Vierzehn Insaßen konnten ans Ufer schwimmen, von drei weiteren fehlt bislang jede Spur. Ähnliche ArtikelAmazonas / Cajamarca: Umweltverträglichkeitsprüfung des Marañón-Wasserkraft-Projektes Chadin 2 vorgestelltRegion Amazonas: Illegaler Bergbau breitet sich in Provinz Condorcanqui ausPerus Kongress nimmt Gesetz zurück, das Marañón-Wasser für die Wüste vorsahAtalaya / Ucayali: Starker Wind deckt Dächer ab / Schäden auch in HuánucoPeru: 20fache Stauung des Marañón wird &#8220;nationales Interesse&#8221;Bagua / Amazonas: Sieben Tote mit Tollwut-VerdachtLoreto: Amazonas-Wasserstände normalisieren sichPeru: Awajún, Wampis und Quechua jetzt Amtssprachen der Region Amazonas]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Havarie eines mit 17 Passagieren besetzten Bootes im Marañón werden noch immer drei Personen vermisst. Wie ein Korrespondent von Radio Activa berichtet, war das Boot bei Imacita (Distrikt Imaza / Provinz Bagua / Region Amazonas) auf einen Felsen aufgelaufen und zerschellt. Vierzehn Insaßen konnten ans Ufer schwimmen, von drei weiteren fehlt bislang jede Spur.<br />
</p>
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		<title>Bagua / Amazonas: Sieben Tote mit Tollwut-Verdacht</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 21:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den nordperuanischen Provinzen Bagua und Condorcanqui (Region Amazonas) ist die Zahl von Todesfällen, die mit Tollwuterkrankungen in Verbindung gebracht werden, auf sieben angestiegen. Das bestätigte heute César Velásquez Vílchez, Chef der Gesundheitsdirektion Amazonas. Ob die Todesfälle alle wirklich auf Tollwut zurück gehen, ist allerdings unklar, da sich der entsprechende Nachweis vor Ort schwierig gestaltet. Wie Velásquez Vílchez berichtet, wehren sich oftmals die Familien der Verstorbenen gegen die Entnahme entsprechender Proben. Das letzte Todesopfer, das Tollwutsympthome aufwies, war ein vierjähriges Mädchen aus Yupicusa (Imaza / Prov. Bagua). Es war zunächst im Gesundheitszentrum Chiriaco behandelt worden, dann hatten die Eltern allerdings entschieden, es zu einem traditionellen Heiler zu bringen. Die Tollwut wird in der Region vorwiegend von Fledermäusen übertragen, weswegen die Gesundheitsbehörden inzwischen vielerorts Fallen zur Dezimierung der Fledermauspopulation aufgestellt haben. Daneben wurde mit der Impfung gegen die Tollwut begonnen. Das jährlich neu auftretende Problem wird dadurch verschlimmert, dass die Provinzen Bagua und Utcubamba mit medizinischem Personal völlig unterbesetzt sind. Niedriges Gehalt, sowie widrige Umstände wie insbesondere fehlende Infrastruktur macht die Grenzregion zum Nachbarland Ecuador für Mediziner unattraktiv. Hinzu kommt die schwierige Kommunikation mit Bewohnern der indigenen Gemeinschaften, da nur wenige Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden deren Sprachen verstehen. Ohne vorherige Impfung oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1997" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/01/fledermaus_tollwut_condorcanqui_kingkis-foto_DIRESA.jpg"><img class="size-full wp-image-1997" title="In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/01/fledermaus_tollwut_condorcanqui_kingkis-foto_DIRESA.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA</p></div>
<p>In den nordperuanischen Provinzen Bagua und Condorcanqui (Region Amazonas) ist die Zahl von Todesfällen, die mit Tollwuterkrankungen in Verbindung gebracht werden, auf sieben angestiegen. Das bestätigte heute César Velásquez Vílchez, Chef der Gesundheitsdirektion Amazonas. Ob die Todesfälle alle wirklich auf Tollwut zurück gehen, ist allerdings unklar, da sich der entsprechende Nachweis vor Ort schwierig gestaltet. Wie Velásquez Vílchez berichtet, wehren sich oftmals die Familien der Verstorbenen gegen die Entnahme entsprechender Proben. Das letzte Todesopfer, das Tollwutsympthome aufwies, war ein vierjähriges Mädchen aus Yupicusa (Imaza / Prov. Bagua). Es war zunächst im Gesundheitszentrum Chiriaco behandelt worden, dann hatten die Eltern allerdings entschieden, es zu einem traditionellen Heiler zu bringen.</p>
<p>Die Tollwut wird in der Region vorwiegend von Fledermäusen übertragen, weswegen die Gesundheitsbehörden inzwischen vielerorts Fallen zur Dezimierung der Fledermauspopulation aufgestellt haben. Daneben wurde mit der Impfung gegen die Tollwut begonnen. Das jährlich neu auftretende Problem wird dadurch verschlimmert, dass die Provinzen Bagua und Utcubamba mit medizinischem Personal völlig unterbesetzt sind. Niedriges Gehalt, sowie widrige Umstände wie insbesondere fehlende Infrastruktur macht die Grenzregion zum Nachbarland Ecuador für Mediziner unattraktiv. Hinzu kommt die schwierige Kommunikation mit Bewohnern der indigenen Gemeinschaften, da nur wenige Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden deren Sprachen verstehen.</p>
<p>Ohne vorherige Impfung oder sofortige Behandlung verläuft die Tollwut-Infektion innerhalb von 15 bis 90 Tagen – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – tödlich. In diesem Jahr wurden aus Bagua und Condorcanqui bislang 1.200 Fälle von Fledermausbissen gemeldet.<br />
</p>
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		<title>Amazonas: Condorcanqui nach Regenfällen von Außenwelt abgeschnitten</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 20:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben auf der Straße zwischen Bagua und Santa María de Nieva mehrere Erdrutsche ausgelöst und so die nordperuanische Provinz Condorcanqui weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wie Radio Nieva berichtet, ist vor allem der Abschnitt zwischen Wawik (Wawiko) und Puente Nievas (Distrikt Imaza / Provinz Bagua) auf einer Länge von rund 8 Kilometern betroffen. Zudem sollen achtzehn Häuser, sowie die Wasserversorgung von Wawik stark beschädigt worden sein. Probleme auch in Cumba Auch etwas weiter südlich, im Distrikt Cumba (Provinz Utcubamba) kam es aufgrund der Regenfälle zu Problemen. Der gestiegene Wasserstand des Marañón lässt derweil nur eingeschränkt Verkehr durch den Distrikt zu, der wichtige Ortschaften wie Lonya, Camporredondo und Ocallí mit der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße verbindet. Ähnliche ArtikelDialog Regierung-Indígena: schleppend, aber vorhandenPeru: Awajún, Wampis und Quechua jetzt Amtssprachen der Region AmazonasErdbeben der Stärke 4,0 erschüttert Santa María de Nieva (Condorcanqui)Condorcanqui / Amazonas: Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert Santa María de NievaNach 5 Monaten: Polizei traut sich wieder in Indígena-GebietNieva bekommt technische HochschuleErdbeben in Nordperu lassen Piura und Amazonas erzitternPräsident Humala unterzeichnet Indígena-Konsultationsgesetz in Imacita (Bagua)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben auf der Straße zwischen Bagua und Santa María de Nieva mehrere Erdrutsche ausgelöst und so die nordperuanische Provinz Condorcanqui weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wie Radio Nieva berichtet, ist vor allem der Abschnitt zwischen Wawik (Wawiko) und Puente Nievas (Distrikt Imaza / Provinz Bagua) auf einer Länge von rund 8 Kilometern betroffen. Zudem sollen achtzehn Häuser, sowie die Wasserversorgung von Wawik stark beschädigt worden sein.</p>
<p><strong>Probleme auch in Cumba</strong></p>
<p>Auch etwas weiter südlich, im Distrikt Cumba (Provinz Utcubamba) kam es aufgrund der Regenfälle zu Problemen. Der gestiegene Wasserstand des Marañón lässt derweil nur eingeschränkt Verkehr durch den Distrikt zu, der wichtige Ortschaften wie Lonya, Camporredondo und Ocallí mit der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße verbindet.<br />
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		<title>Kommentar: Wahlkampf mit Bagua</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 11:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Wort &#8220;Bagua&#8221; wird immer mehr zu einem Kampfbegriff im laufenden peruanischen Präsidentschaftswahlkampf. Die Art seiner Verwendung zeigt aber, wie wenig Perus politische Klasse seit dem gewaltsamen Ende des Ureinwohner-Aufstandes am 5. Juni 2009 in der Nähe von Bagua Grande (deshalb &#8220;Baguazo&#8221;) hinzugelernt hat. Zunächst hatte Carlos Bruce, Kampagnenmanager des Kandidaten und Ex-Präsidenten Alejandro Toledo ein Fernsehduell in Bagua vorgeschlagen &#8211; ein vergiftetes Angebot  an Mercedes Aráoz, eine ehemalige Ministerin, die inzwischen ihre Kandidatur aufgegeben hat und die von Menschenrechtsgruppen als Baguazo-Mitverantwortliche angesehen wird. Nun hat auch der Präsidentschaftskandidat Manuel Rodriguez Bagua wieder als Ort für eine Debatte aller Anwärter auf die Nachfolge Alan Garcías wieder ins Spiel gebracht. Das war einerseits clever und weißt auf ein großes Loch in den politischen Programmen den meisten seiner Gegenkandidaten hin. Denn dort liegt der Fokus vorwiegend auf den Themen Infrastruktur, wirtschaftliche Stabilität, innere Sicherheit und soziale Sicherung. Ohne Frage, alles wichtige Themen, die jede neue Regierung schnell anzugehen hat. Ein Thema aber führt seit Jahren in Peru zu noch viel größeren Konflikten. Es ist die Frage, wie man im Peru der Zukunft in einem Land friedlich zusammen leben kann, das eine unglaubliche Menge verschiedener Kosmovisionen, Religionen und Sprachen beherbergt. Das ist es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort &#8220;Bagua&#8221; wird immer mehr zu einem Kampfbegriff im laufenden peruanischen Präsidentschaftswahlkampf. Die Art seiner Verwendung zeigt aber, wie wenig Perus politische Klasse seit dem gewaltsamen Ende des Ureinwohner-Aufstandes am 5. Juni 2009 in der Nähe von Bagua Grande (deshalb &#8220;Baguazo&#8221;) hinzugelernt hat. Zunächst hatte Carlos Bruce, Kampagnenmanager des Kandidaten und Ex-Präsidenten Alejandro Toledo ein Fernsehduell in Bagua vorgeschlagen &#8211; ein vergiftetes Angebot  an Mercedes Aráoz, eine ehemalige Ministerin, die inzwischen ihre Kandidatur aufgegeben hat und die von Menschenrechtsgruppen als Baguazo-Mitverantwortliche angesehen wird.</p>
<p>Nun hat auch der Präsidentschaftskandidat Manuel Rodriguez Bagua wieder als Ort für eine Debatte aller Anwärter auf die Nachfolge Alan Garcías wieder ins Spiel gebracht. Das war einerseits clever und weißt auf ein großes Loch in den politischen Programmen den meisten seiner Gegenkandidaten hin. Denn dort liegt der Fokus vorwiegend auf den Themen Infrastruktur, wirtschaftliche Stabilität, innere Sicherheit und soziale Sicherung. Ohne Frage, alles wichtige Themen, die jede neue Regierung schnell anzugehen hat. Ein Thema aber führt seit Jahren in Peru zu noch viel größeren Konflikten. Es ist die Frage, wie man im Peru der Zukunft in einem Land friedlich zusammen leben kann, das eine unglaubliche Menge verschiedener Kosmovisionen, Religionen und Sprachen beherbergt. Das ist es, was Bagua symbolisiert, auch wenn manche politischen Entscheider und auch Aktivisten das Problem gerne auf die Formeln &#8220;Konflikt um Bodenschätze&#8221; oder &#8220;Konflikt um Grundeigentum&#8221; reduzieren möchten.</p>
<p>Die Frage ist allerdings, ob das Wort &#8220;Bagua&#8221; dafür wirklich als Symbol taugt &#8211; und damit Bagua als Austragungsort für ein Fernsehduell qualifiziert. &#8220;Bagua&#8221; steht für einen Ort, an dem Indigene und Mestizen aufeinandertreffen. Was aber  erschreckend viele Präsidentschaftskandidaten offensichtlich nicht wissen: Es gibt zwei Baguas. Ein Bagua, &#8220;Bagua Chica&#8221; oder auch &#8220;Bagua Capital&#8221; genannt, ist wirklich Ort eines solchen Zusammentreffens. Dieses Bagua ist allerdings nicht der Ort, der dem &#8220;Baguazo&#8221; seinen Namen verlieh. Das ist Bagua Grande, wenige Kilometer entfernt. Hier sucht man allerdings vergeblich nach indigenen. Dort leben vorwiegend Mestizen, die von vorwiegend von der Reisindustrie und dem Handel leben. Dass ausgerechnet hier die Ureinwohner für mehrere Wochen zum Protest die Straße blockierten, hatte vor allem pragmatische Gründe: Durch Bagua Grande geht die nächstgelegene wichtige Verkehrsroute zwischen der Küste und Perus Nordosten, es war also mit dem größtmöglichen politischen Echo zu rechnen.</p>
<p>Generell ist es nicht schlecht, mehrere Debatten an den verschiedenen Enden Perus zu fordern, wie es dieser Tage verschiedene Zeitungskommentatoren tun, denn jede, auch klimatische Zone hat eigene Probleme und Themen. Ob aber Bagua Grande als Prototyp einer Regenwaldstadt taugt, in der Mestizen und Indígena aufeinandertreffen, ist mehr als fraglich.<br />
<img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/8c8a5a1315f4450ea86535e2439afced" width="1" height="1" alt=""/><br />
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		<title>Alto Amazonas / Loreto: Gericht spricht Journalisten frei</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 19:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Gericht in der peruanischen Provinz Alto Amazonas (Region Loreto) hat die Unschuld der Journalisten Geovanni Acate und Pater Mario Bertolini festgestellt, denen Anstachelung zu Straßenblockaden vorgeworfen wurde. Gleichzeitig verurteilte das Gericht allerdings mehrere führende Köpfe lokaler sozialer Bewegungen zu jeweils vier Jahren Freiheitsstrafe. Allen war vorgeworfen worden, im Juni 2009 &#8211; im Umfeld der als &#8220;Baguazo&#8221; bekannten Zusammenstöße zwischen Ureinwohnern, lokaler Bevölkerung und der Polizei &#8211; zu Straßenblockaden und anderen Protestaktionen aufgerufen zu haben. Die Verteidigung hatte stets auf die Meinungsfreiheit verwiesen. Pater Mario Bertolini, Pfarrer der Gemeinde Barranquita in San Martín, stand wegen des Prozesses bereits kurz vor der Abschiebung. Geovanni Acate Coronel ist Direktor des Diözesandsenders &#8220;Radio Oriente&#8221; aus Yurimaguas. Die Verteidigung der verurteilten Adilia Tapullima, Gorki Vásquez, Elias Sánchez, Javier Alava und Bladimiro Tapayuri kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Seit dem 5. Juni 2009, dem Tag des &#8220;Baguazo&#8221;, kam es wiederholt zu Maßnahmen gegen kirchliche oder der katholischen Kirche nahestehende Radiosender im Norden Perus. So wurde den Sendern &#8220;Radio La Voz&#8221; (Bagua) und &#8220;Radio Horizonte&#8221; (Chachapoyas) vorrübergehend Lizenzen entzogen. Erst nach großem Protest durften die Radios wieder senden. Ähnliche ArtikelTV Oriente zurück On AirAlto Amazonas / Loreto: Radio Oriente bedrohtErdrutsche: Straße Tarapoto-Yurimaguas unbefahrbar / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3528" class="wp-caption alignright" style="width: 326px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/05/radio_oriente-yurimaguas.jpg"><img class="size-full wp-image-3528" title="Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2010/05/radio_oriente-yurimaguas.jpg" alt="Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org" width="316" height="80" /></a><p class="wp-caption-text">Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org</p></div>
<p>Ein Gericht in der peruanischen Provinz Alto Amazonas (Region Loreto) hat die Unschuld der Journalisten Geovanni Acate und Pater Mario Bertolini festgestellt, denen Anstachelung zu Straßenblockaden vorgeworfen wurde. Gleichzeitig verurteilte das Gericht allerdings mehrere führende Köpfe lokaler sozialer Bewegungen zu jeweils vier Jahren Freiheitsstrafe. Allen war vorgeworfen worden, im Juni 2009 &#8211; im Umfeld der als &#8220;Baguazo&#8221; bekannten Zusammenstöße zwischen Ureinwohnern, lokaler Bevölkerung und der Polizei &#8211; zu Straßenblockaden und anderen Protestaktionen aufgerufen zu haben. Die Verteidigung hatte stets auf die Meinungsfreiheit verwiesen.</p>
<p>Pater Mario Bertolini, Pfarrer der Gemeinde Barranquita in San Martín, stand wegen des Prozesses bereits kurz vor der Abschiebung. Geovanni Acate Coronel ist Direktor des Diözesandsenders &#8220;Radio Oriente&#8221; aus Yurimaguas. Die Verteidigung der verurteilten Adilia Tapullima, Gorki Vásquez, Elias Sánchez, Javier Alava und Bladimiro Tapayuri kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.</p>
<div id="attachment_32" class="wp-caption alignleft" style="width: 228px"><a href="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2008/05/radioantennen.jpg"><img class="size-full wp-image-32" title="Radioantennen. Foto: D. Raiser" src="http://www.infoamazonas.de/wp-content/uploads/2008/05/radioantennen.jpg" alt="Radioantennen. Foto: D. Raiser" width="218" height="147" /></a><p class="wp-caption-text">Radioantennen. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS</p></div>
<p>Seit dem 5. Juni 2009, dem Tag des &#8220;Baguazo&#8221;, kam es wiederholt zu Maßnahmen gegen kirchliche oder der katholischen Kirche nahestehende Radiosender im Norden Perus. So wurde den Sendern &#8220;Radio La Voz&#8221; (Bagua) und &#8220;Radio Horizonte&#8221; (Chachapoyas) vorrübergehend Lizenzen entzogen. Erst nach großem Protest durften die Radios wieder senden.<br />
</p>
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		<title>Bagua: Archäologen finden 2.600 Jahre alte Mumien</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Nov 2010 22:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>D. Raiser</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Team von Archäologen hat bei Casual im nordperuanischen Distrikt La Peca (Provinz Bagua / Region Amazonas) acht mit mumifizierten menschlichen Überresten gefüllte Tongefäße gefunden. Wie Grabungsleiter Quirino Olivera Núñez gegenüber der Tageszeitung &#8220;El Comercio&#8221; erklärte, handelt es sich dabei um Objekte, die bislang noch keiner prähistorischen peruanischen Kultur zugeordnet werden konnten und rund 2.600 Jahre alt sind. Jedes der gebrannten Tongefäße ist ca. 1,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Zum Schutz ihrer Toten verschlossen die noch unbekannten Bestatter an den Gefäßen ein Deckel an. Eines der Gefäße ist kunstvoll verziehrt, die Archäologen vermuten daher, dass es sich dabei um die Knochen eines Mitglieds der damaligen lokalen Elite handelt. Ähnliche Funde waren vereinzelt bereits in der Vergangenheit gemacht worden, vorwiegend durch Landwirte auf ihren Feldern. Zum ersten Mal konnte nun eine entsprechende Fundstätte nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht werden. Der Fundort, eine Grabungsstätte in der Nähe des 282-Einwohner-Dörfchens Casual, das sich in der Nähe von Bagua (Chica/Capital) befindet, war nach Einschätzung der Archäologen eine Tempelanlage. Ähnliche ArtikelCajaruro / Amazonas: Park-Ranger finden Silberschmiedearbeiten und Inka-RuinenUtcubamba: Forscher finden fast 10.000 FelsmalereienAmazonas: Soloco beginnt mit Bewerbung seiner HöhlenPräsident Humala unterzeichnet Indígena-Konsultationsgesetz in Imacita (Bagua)Lima: Archäologen entdecken tätowierte MumieAmazonas: Condorcanqui nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Team von Archäologen hat bei Casual im nordperuanischen Distrikt La Peca (Provinz Bagua / Region Amazonas) acht mit mumifizierten menschlichen Überresten gefüllte Tongefäße gefunden. Wie Grabungsleiter Quirino Olivera Núñez gegenüber der Tageszeitung &#8220;El Comercio&#8221; erklärte, handelt es sich dabei um Objekte, die bislang noch keiner prähistorischen peruanischen Kultur zugeordnet werden konnten und rund 2.600 Jahre alt sind. </p>
<p>Jedes der gebrannten Tongefäße ist ca. 1,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von  80 Zentimetern. Zum Schutz ihrer Toten verschlossen die noch unbekannten Bestatter an den Gefäßen ein Deckel an. Eines der Gefäße ist kunstvoll verziehrt, die Archäologen vermuten daher, dass es sich dabei um die Knochen eines Mitglieds der damaligen lokalen Elite handelt. Ähnliche Funde waren vereinzelt bereits in der Vergangenheit gemacht worden, vorwiegend durch Landwirte auf ihren Feldern. Zum ersten Mal konnte nun eine entsprechende Fundstätte nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht werden.</p>
<p>Der Fundort, eine Grabungsstätte in der Nähe des 282-Einwohner-Dörfchens Casual, das sich in der Nähe von Bagua (Chica/Capital) befindet, war nach Einschätzung der Archäologen eine Tempelanlage.<br />
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